Perkussionspistole mit Achtkantlauf, graviertem Schloss und gewaffeltem Griff, wohl Mitte 19. Jh.
Perkussionspistole mit schwarz überstrichenem Achtkantlauf und Halbschaft aus rotbraunem Holz, Ladestock mit Hornspitze. Schlossplatte und Hahn mit beriebenen floralen Gravurresten, auf der Gegenseite rocailleförmig graviertes Seitenblech, eiserner Abzugsbügel mit Volutensporn. Griff gewaffelt, mit Blattschnitzerei am Übergang, gedrechselter Griffknauf mit Zierrillen; der Griff gebrochen, der Bruchspalt verläuft quer durch die gewaffelte Partie, zusätzlich Riss im Schaft hinter dem Laufansatz. Keine Marken. Restaurierungsbedürftiger Zustand, Mechanik defekt, Lauf gelockert. Bitte besichtigen. L. 33 cm.
Perkussionspistolen dieser Art wurden um die Mitte des 19. Jhs. als Reise- und Hauswaffen gefertigt, ehe Patronenwaffen das Perkussionsschloss verdrängten. Perkussionswaffen vor 1871 entwickelter Modelle sind nach Anlage 2 WaffG erlaubnisfrei ab 18 Jahren.