Luntenschlosspistole asiatischer Bauart, wohl Nachbau, mit konischem Rundlauf und gebogenem Kolben
Eisen und Holz. Luntenschlosspistole asiatischer Bauart, wohl Nachbau, Kal. 17 mm. Der lange, konisch zulaufende Rundlauf aus Eisen ist mit mehreren Stiften am Schaft befestigt und endet in einer abgesetzten, ringförmig verbreiterten Mündung. Die Zündung erfolgt über einen außenliegenden, von Hand geschwenkten Luntenhahn (Serpentine) in S-Form ohne Luntenklemme und ohne Schlossplatte; einfacher Abzugshebel ohne Abzugsbügel. Der Schaft aus Eichenholz ist zu einem stark gebogenen, nach unten weisenden Kolben ausgearbeitet, die Oberfläche überarbeitet; auf dem Schaft die Nummer „349“. Der eiserne Ladestock liegt in der Schaftnut unter dem Lauf. Lauf und Luntenhahn gereinigt, fleckig korrodiert und narbig, Mechanik funktioniert. Bitte besichtigen. L. 37 cm
Das Luntenschloss ist die älteste mechanische Zündung an Handfeuerwaffen: Ein glimmender Docht wird über einen Hebel in die Pulverpfanne geschwenkt. In Europa wurde es im 17. Jh. vom Steinschloss verdrängt, in weiten Teilen Asiens blieb es dagegen bis ins 19. Jh. in Gebrauch, weil es einfach zu fertigen und instand zu halten war. Faustfeuerwaffen mit Luntenzündung sind außerhalb Japans in weit geringerer Zahl überliefert als Langwaffen. Als Vorderlader mit Luntenzündung ist die Pistole nach deutschem Waffenrecht ab 18 Jahren erlaubnisfrei zu erwerben.