Braunschweiger Kriegerverein-Käppi mit Totenkopf-Abzeichen, Weimarer Republik
Schwarzes Wolltuch, Lacklederschirm, Leder, Metall. Käppi eines Braunschweiger Kriegervereins mit schwarzem Wolltuchbezug und schwarzem Lacklederschirm. Auf der Frontseite Sonnenkranz-Kokarde mit aufgelegtem Braunschweiger Totenkopf in Frontalansicht über gekreuzten Knochen, darunter gelb-silberfarbene Mützenschlinge. Verstellbarer lederner Kinnriemen. Innenausstattung mit orange-braunem Schweißleder und schwarzem Stofffutter in Rautensteppung, darin silberfarbener Herstellerstempel „Theodor Ahrens, Hut- und Mützenfabrik, Helmstedt". Altersgemäß guter Zustand. 25×17,5×12 cm (LxBxH).
Der Braunschweiger Totenkopf in Frontalansicht über gekreuzten Knochen geht auf Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1771–1815) und seine „Schwarze Schar" von 1809 zurück. Diese Tradition wurde vom Husaren-Regiment Nr. 17 und dem Infanterie-Regiment Nr. 92 fortgeführt. Die Käppi-Form war in den Kriegervereinen des Kyffhäuserbundes während der Weimarer Republik verbreitet. Die Helmstedter Hut- und Mützenfabrik Theodor Ahrens ist als regionaler Hersteller hochwertiger Kopfbedeckungen dokumentiert.