Reservistenpfeife, Porzellan bemalt, Garde-Kürassier-Regiment Berlin, Kaiserreich, 1908–1911
Reservistenpfeife, mehrteilig verschraubbar, aus Porzellan, Horn, Holz und Metall. Der Porzellankopf ist polychrom bemalt mit einer Kavalleriedarstellung (Kürassier zu Pferd in Paradeuniform) und trägt die Aufschrift „Arthur Brettschneider", die Regimentsbezeichnung „Esk. Garde-Kürass. Reg. Berlin" sowie eine Namensliste der Kameraden mit Reichsflaggen. Der Metalldeckel in Form eines Helmes mit Adlerfigur als Bekrönung. Darüber ein zweites bemaltes Porzellanstück mit Reiterszene. Am Holzschaft ein Metallbeschlag mit der Inschrift „Parole HEIMAT", einem Kronensymbol und einem eingesetzten Medaillon mit beriebenem Portrait. Darüber Hirschhornrosen und dekorative Elemente in Form eines Würfels, graviert mit dem Monogramm „AB 1.Esc. Kür. Reg. Berlin 1908/11", in Form eines beweglichen Metallpferdes sowie ein aus Horn geschnitzter Helm. Hornmundstück. Altersgemäßer Zustand mit Gebrauchsspuren, Horn teilweise rissig, Schlauch gebrochen, Porzellan teilweise berieben, L. 189 cm (zusammengeschraubt).
Reservistenpfeifen entstanden im Kaiserreich als Gedenkstücke zur Erinnerung an die Militärdienstzeit. Sie wurden typischerweise mit dem Namen des Reservisten, der Regimentsbezeichnung, der Dienstzeit und einer Kameradenliste beschriftet. Das Garde-Kürassier-Regiment war ein Kavallerie-Regiment der Preußischen Armee mit Standort Berlin.