79. Auktion


Los 119
Limit: 170 €

Studentischer Bierkrug der Zahnärztlichen Verbindung Hercynia Berlin, Widmung 1890

Hochwertiger studentischer Prunkkrug aus farblosem Glas mit Zinnmontur und fein bemaltem Porzellandeckel-Einsatz. Der Glaskorpus unterscheidet sich durch seine aufwendige Veredelung deutlich von einfachen Walzenkrügen: Er verfügt über einen abgesetzten Standfuß und ist an der Wandung mit zwei Reihen tief eingeschliffener Linsen (Kugelschliff/Augenschliff) sowie senkrechten Kerbschliffen verziert. Das zentrale Motiv des Deckels präsentiert das polychrome Vollwappen der Zahnärztlichen Verbindung Hercynia zu Berlin. Der geviertelte Wappenschild zeigt im oberen rechten Feld einen Totenkopf mit gekreuzten Schlägern auf schwarzem Grund (Symbol der Vergänglichkeit und Anatomie), im unteren linken Feld den Äskulapstab auf grünem Grund (Medizin/Zahnmedizin) sowie im unteren rechten Feld den Treuehandschlag mit dem Gründungsdatum „7. VII. 1888“ auf goldenem Grund. Das erste Feld visualisiert die Verbindungsfarben. Mittig belegt ist das Wappen mit einem Herzschild, der den Zirkel der Verbindung trägt. Über dem Schild thront ein Stechhelm mit schwarz-goldenen und grün-goldenen Helmdecken, bekrönt von einer dreifarbigen Helmzier aus Straußenfedern. Die Wahlsprüche „Hercynia sei’s Panier!“ und „Amicitia scientia honor!“ rahmen die Darstellung. Als Daumenrast dient ein plastisch ausgeformter Adler. Im Deckelinneren befindet sich die handschriftliche Widmung: „G. Deby Z! s/l Cf. (seinem lieben Con-Fuchs) B. Heinrichs Z! z. fr. Erg. Berl. S.S. 1890.“ Am unteren Rand ist eine Nummerierung „93.8“ sichtbar. Der Zustand ist altersgemäß gut, das Glas ist unbeschädigt, die Zinnmontur intakt mit natürlicher Patina. 20,5x9,5 cm (HxD)

Dieser Krug ist ein frühes Zeitzeugnis der erst 1888 gegründeten Zahnärztlichen Verbindung Hercynia Berlin. Die Widmung aus dem Sommersemester 1890 („S.S. 1890“) belegt eine Schenkung nur zwei Jahre nach der Stiftung. Die Abkürzung „Cf.“ in der Widmung steht traditionell für „Con-Fuchs“, was bedeutet, dass Stifter und Empfänger gemeinsam in demselben Semester als Füchse (Neumitglieder) der Verbindung beitraten, was oft eine besonders enge Freundschaft begründete. Die aufwendige Glasgestaltung (Buckelpokal-Stil) unterstreicht die Wertigkeit des Geschenks.


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