Französischer Adrian-Helm mit Sanitätsabzeichen und Messing-Gedenkplatte 1914–1918 sowie Feldflasche
Stahl, Messing, Leder und Eisenblech. 1) Adrian-Helm Modell 1915 in horizontblauer Originallackierung. Frontseitig das Sanitätsabzeichen der République Française mit Äskulapstab im Lorbeerkranz. Am vorderen Schirmrand eine aufmontierte Messing-Gedenkplatte mit dem Namen „Peyrat Ernest" und der Inschrift „Soldat de la Grande Guerre 1914–1918" in einem von Lorbeerlaub gerahmten Oval. Innenliegend Ledergarnitur und Kinnriemen, stark berieben und brüchig. Innen gestempelt „12" und „JP". Die Lackierung mit flächigen Abplatzungen und Durchrostungen, die Gedenkplatte mit gleichmäßiger Patina. 29x20,5x15 cm. 2) Feldflasche aus Eisenblech mit dunkler Oberfläche, Korkverschluss mit Schnurbefestigung, schwer lesbarer Stempel „ciraces franc.. Paris". 24x20x7,5 cm. Beide Objekte mit deutlichen Alters- und Gebrauchsspuren.
Der Casque Adrian Modell 1915 war der erste serienmäßig eingeführte Stahlhelm der französischen Armee im Ersten Weltkrieg und wurde ab Mitte 1915 an die Fronttruppen ausgegeben. Über 20 Millionen Exemplare wurden produziert. Das Sanitätsabzeichen kennzeichnet den Helm als Ausrüstung des medizinischen Dienstes. Die Messing-Gedenkplatte mit der Aufschrift „Soldat de la Grande Guerre 1914–1918" wurde nach dem Waffenstillstand 1918 an demobilisierte Soldaten und Offiziere verliehen und auf den Helm montiert. Die Feldflasche entspricht dem französischen Modell 1877 (Bidon), das als Standardausrüstung der französischen Armee im Ersten Weltkrieg diente.